Reisebericht, von Osten nach Westen

Von 5. bis 19. Juni 2010

Möglichst viele Seiten Kretas wollten wir kennen lernen und unsere Urlaubsreise mit viel Bewegung in der Natur verbringen.
Die Wanderreise „Von Osten nach Westen“ bietet dafür ein ansprechendes Programm mit Rundum-Organisation von Wanderbetreuung, Unterkünften, Gepäcktransfer und Fahrten zu den Touren.

Bei der ersten Wandertour durch das Tal der Toten, bekommen wir einen Eindruck von der kretischen Landschaft, von typischen Bäumen und Pflanzen, die gerne erklärt werden, und erreichen am Ende das klare blaue Meer. Der Service ist perfekt: Auto und Gepäck sind bereits da. Unterkunft und Taverne liegen direkt am Meer, es bleibt Zeit zum Baden sowie für minoische Kultur. Einen so reichen Tag durften wir erleben: das kann doch unmöglich so weitergehen?  Und doch, es geht: jeder neue Wandertag hat mindestens ein Highlight und am Ende können wir uns kaum entscheiden, was am schönsten war.

Wir lernen die Unterschiede der Landschaften von Osten und Westen kennen.
Abwechslungsreiche Küstenstreifen mit blühenden Thymianbüschen, die das Auge und die Nase erfreuen. In vielen Farben leuchtende Felsformationen und die Ausblicke auf das strahlend blaue Meer!
Jede der drei Bergtouren hat für uns etwas Besonderes bereit: von einer fruchtbaren Hochebene geht es auf den Dikti, der sich leider im Nebel versteckt, der Psiloritis mit tollem Meer- und Rundumblick und der Pachnes, der mitten auf dem Mond zu sein scheint.
Die Schluchtenwanderungen bezaubern uns ebenso. Ob Imbros mit schönen Felsen oder Agia Irini mit vielen Orleanderbüschen – mal eng mal weit – jede Schlucht hat ihren eigenen Reiz. In der Samaria Schlucht, die wir zum Glück entgegen dem üblichen Besucherstrom von unten nach oben gehen, fühlen wir uns für kurze Zeit als „Geisterwanderer“. Nur an diesem Tag treffen wir auf viele andere Wanderer, denn obwohl wir auf gekennzeichneten Pfaden gehen, sind bei den anderen Touren weitere Wanderer äußerst selten.
Die Pfade erfordern durch teilweise dichten Bewuchs, Steine, Felsen und manchmal heftigen Wind unsere Aufmerksamkeit und gutes Schuhwerk. Das Programm ist wirklich gut durchdacht: der Aufbau im Schwierigkeitsgrad, die Abwechslung, die gewählten Ausgangs- und Zielpunkte und die Gehzeiten. Es macht jeden Tag auf´s neue Freude, unterwegs zu sein.

Das liegt auch an den gut ausgesuchten Unterkünften und Tavernen mit immer freundlichem Service. Wir bekommen einen nachhaltigen Eindruck von der kretischen Küche mit regionalen Spezialitäten, die uns ohne die Betreuung sicher entgangen wären.

Die zwei Wochen Wanderns bieten jeden Tag neue Eindrücke. Dadurch, durch die tägliche Bewegung und die perfekte Organisation rückt alles andere in den Hintergrund. Ein Urlaub, in dem man sich völlig von zu Hause, von Arbeit und Stress lösen kann. Erholung pur!

Wir erlebten Jannis und Angela als angenehme und zugleich verantwortungsbewusste Führer, die sich um das Wohl der Gruppe kümmerten, und fühlten uns jederzeit gut betreut. Herzlichen Dank!

Rudi und Petra aus Germaringen, Manfred und Martina aus Aachen